E-Commerce-Betreiber sollten den Fehler vermeiden, ihr Mobile-Angebot als abgespeckte Variante des bestehenden Onlineshops zu konzipieren. Auch die Nutzungssituation des Smartphone- oder Tablet-Users gilt es zu berücksichtigen, ebenso die technologischen Anforderungen angesichts einer großen Anzahl mobiler Geräte mit unterschiedlichen Betriebssystemen. Worauf sollten E-Commerce-Betreiber bei der Optimierung ihres Shops für mobile Endgeräte achten?
1. Typische Mobile-Funktionen nutzen
Nutzen Sie spezielle Funktionalitäten der mobilen Endgeräte, zum Beispiel eine integrierte Kamera, GPS, weit verbreitete Kommunikationskanäle wie WhatsApp oder Snapchat für personalisierte Angebote und effektiven Support.
2. Komplexität reduzieren
Kleine Bildschirme und eine verkürzte „On-Page-Verweildauer“ erfordern eine Anpassung der mobilen Seiten: Inhalte und wichtige Navigationselemente sollten auf einen Blick, mit wenig Scrollen zu erfassen sein. Beschränken Sie sich auf die wichtigsten Elemente und gestalten Sie Klickstrecken so kurz wie möglich.
3. Mit Content inspirieren
Nutzen Sie Cross- und Up-Selling-Möglichkeiten, indem Sie auf weiteren Content und spezielle Angebote hinweisen. Laden Sie die Besucher Ihres Mobile-Shops z. B. per Call-to-Action auf eine thematisch passende (mobile) Landingpage mit aktuellen Angeboten ein.
4. Ladezeiten optimieren
Optimierte Ladezeiten und ein verringertes Ladevolumen sind eine Grundvoraussetzung für ein erfolgreiches Mobile-Angebot. Neben der Reduzierung von Dateigrößen spielt die Anzahl der Serveranfragen eine wichtige Rolle. Fassen Sie einzelne Ladeanfragen zusammen, indem Sie CSS- und Javascript-Dateien lokal und in einem Dokument zur Verfügung stellen. Setzen Sie Tools wie „Accelerated Mobile Pages Project“ (AMPP) ein, die mobile Seiten „cachen“ und diese so schneller zur Verfügung stellen.
5. Regelmäßige Nutzungs-Tests durchführen
Um eine gute Kundenerfahrung für möglichst viele Nutzer zu gewährleisten, müssen Sie die mobilen Geräte und eingesetzten Betriebssysteme regelmäßig testen. Dabei sollten Sie die korrekte Darstellung Ihrer Shop-Seiten im Hoch- und Querformat überprüfen und die bedürfnisorientierte Optimierung aus Nutzersicht im Fokus haben. Kann der Nutzer sein Anliegen, z. B. ein Bezahlvorgang, lösen? Durch welche Anpassungen kann er dies effizienter tun? Sind Texte und Inhalte verständlich? Lassen sich Informationen schnell und einfach finden? Wo lassen sich Anreiz- und Belohnungssysteme sinnvoll integrieren? Testen Sie den eigenen mobilen Shop auf den rund 20 aktuell am häufigsten genutzten Geräten real – auf Smartphones und Tablets – um festzustellen, ob Buttons gut sichtbar sind, Klickstrecken funktionieren und Inhalte richtig angezeigt werden. Weniger weit verbreitete Geräte und ältere Betriebssystem-Versionen können Sie auch virtuell testen, um den Aufwand hierfür überschaubar zu halten.
6. Check-out-Prozess vereinfachen
Auf der Customer Journey vom Mobile-Shop-Besucher zum zahlenden Kunden ist der Check-out-Prozess einer der kritischsten Punkte. Eine Registrierung mit wenigen Pflichtangaben (z.B. per Social Log-in), einfache, schnelle Zahlungsoptionen (z. B. per Pay Pal Express oder Apple Pay) sowie „One-Click-Check-outs“ sind geeignete Maßnahmen, um den Bezahlungsvorgang für den Nutzer komfortabler zu gestalten. Mobile-Shop-Anbieter sollten funktional gestaltete „Call-to-Action-Buttons“ in den Vordergrund stellen.
7. Einfache Navigation und Suchfunktion
Besucher von Mobile-Shops haben oft ein konkretes Interesse und nutzen dafür die Suchfunktion. Ein gut sichtbares Suchfeld und eine intelligente Suchfunktion mit Autovervollständigung bzw. Begriffsvorschlägen sind unabdingbar, ebenso eine einfache Navigationsstruktur, die auf zwei bis maximal drei Hierarchie-Ebenen beschränkt werden sollte.
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